"Die Sage von Gräbern" - wie sie im Volksmund erzählt wird:
Kärnten das als Fürstentum von der Gräfin "Hemma
von Gurk" und des Grafen "Wilhelm von der Zeltschach" beherrscht
wurde hatten zwei Söhne.
Diese zwei Söhne waren als Leiter von vielen Bergwerken in der Gegend
um das heutige Hüttenberg, Knappenberg eingesetzt. Doch weil sie die
Knappen derartig versklavt und ausgebeutet haben, wurden sie während
eines Aufstandes ermordet. Vater Graf Wilhelm übte darauf an den
Knappen schreckliche Rache - Folterungen, Hinrichtungen usw. sodaß
seine Gemahlin darauf bestand - er solle eine Wahlfahrt nach Rom und ins
hl. Land zur Buße machen.
Von dieser Reise zurückgekehrt kam er in das Lavanttal, genauer gesagt
in den Auengraben und fragte bei einem Bauern vulgo (Hofname) Lenz um
ein Nachtlager. Aber aufgrund seiner schlechten Kleider und seines Zustandes
wurde er in den Stadel gebettet. Doch als die Bauersleute am nächsten
Morgen nachschau hielten war der Mann bereits verstorben (im Jahre 1033).
Bei einer anschließenden Beratung - was man doch mit dem unbekannten Leichnam
des Mannes tun sollte - erkannte der Oberförster des Grafen seinen
Herrn anhand seines getragenen Ringes. Die Nachricht der Gemahlin zu überbringen
hätte zu lange gedauert, um zu entscheiden was geschehen soll. So
wurde der Leichnam auf einen Wagen gelegt zwei ungelernte Ochsen davorgespannt,
und wo sie das dritte Mal stehen bleiben, da wurde er begraben.
Hemma ließ daraufhin eine Kapelle (1038 bis 1043) über das
Grabmahl errichten und als Symbol für den verstorbenen Mann, sowie
den beiden ermordeten Söhnen ließ sie im Jahre 1043 drei Lindenbäume
pflanzen, wovon heute zwei als die berühmten "1000-jährigen
Hemmalinden von Gräbern" bekannt sind. Die größere
der beiden hat heute einen Umfang von ca. 7,64m. |